Erläuterung der Kapitallebensversicherung
Sowohl im Finanzbereich als auch im Versicherungsbereich gibt es eine Vielzahl von Angeboten, zwischen denen sich der Kunde entscheiden kann. Dabei sind die verschiedenen Produkte oftmals für ganz unterschiedliche Verwendungszwecke gedacht. Ein Produkt, dass sowohl in den Versicherungs- als auch Anlagebereich passt ist die Kapitallebensversicherung. Sie stellt eine Mischung aus Versicherung und Geldanlage dar und wird besonders gerne auch im Rahmen der privaten Altersvorsorge genutzt. Auch wenn die Kapitallebensversicherung nicht sehr flexibel im Vergleich zu manch anderen Finanzprodukten ist, so wird sie doch in unterschiedlichen Gebieten eingesetzt, sei es als Todesfallabsicherung für die Angehörigen, zur Absicherung eines Darlehens, als Tilgung eines Darlehens, als Kapitalanlage oder im Rahmen der Altersvorsorge. Auch wenn sicherlich viele Menschen schon von der Kapitallebensversicherung oder einem Urlaub mit Hund gehört haben, wissen dennoch einige Personen nicht genau, was diese genau beinhaltet, welche Vor- und Nachteile sie bietet, oder wie man sie am sinnvollsten nutzen kann. Daher soll die Kapitallebensversicherung im folgenden Text etwas näher erläutert werden.
Die Kapitallebensversicherung in zwei Teilen
Wie bereits kurz erwähnt, besteht die Kapitallebensversicherung aus zwei Teilen, zum einen der Absicherung für den Todesfall und zum anderen aus dem Kapitalanlageteil.
Für Kunden, die nur eine Absicherung der Familie im eigenen Todesfall wünschen, ist die Kapitallebensversicherung zum Beispiel nicht das ideale Produkt. Hier wäre eher eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Die Kapitallebensversicherung ist nur dann die richtige Wahl, wenn man seine Familie absichern will und zudem auch Kapital ansparen möchte bzw. ausschließlich Kapital ansammeln möchte.
In ihrer Eigenschaft als Kapitalanlage wird die Kapitallebensversicherung hauptsächlich aus drei Gründen genutzt, nämlich um mit dieser bei Fälligkeit ein so genanntes Endfälliges Darlehen abzulösen, zur privaten Altersvorsorge oder einfach als reine Kapitalanlage.
Für welchen Verwendungszweck man sich auch entscheidet, die Merkmale und das Prinzip der Kapitallebensversicherung bleiben immer die gleichen.
Vor Abschluss des Versicherungsvertrages sind einige Punkte zusammen mit dem Versicherungsberater zu klären.
Für den Versicherungsteil muss zunächst einmal geklärt werden, wie hoch die Versicherungssumme,
muss auch bei der Autoversicherung beachtet werden, sein soll, die im Todesfall des Versicherten an den oder die Begünstigte ausgezahlt wird. Zudem muss natürlich auch eine bestimmte Person als Begünstigter bestimmt werden. Ab einer bestimmten Versicherungssumme verlangen einige Versicherungsgesellschaften neben der Beantwortung der Gesundheitsfragen auch eine ärztliche Untersuchung.
Ferner muss in dem Bereich, wo es um die Versicherung als Kapitalanlage geht geklärt werden, wie hoch der monatliche Beitrag sein soll. Anhand von verschiedenen Rechenmodellen kann man sich ausrechnen lassen, welche Kapitalsumme man am Ende der Laufzeit bei der jeweiligen Sparrate erhalten würde.
Dazu muss man jedoch wissen, dass nur ein Teil der Rendite garantiert ist. Der weitaus größere Teil, die so genannte Überschussbeteiligung, ist bei Abschluss der Versicherung noch nicht in ihrer Höhe festgelegt, sondern richtet sich nach dem erwirtschafteten Gewinn der Versicherungsgesellschaft.
Die Jahresrendite der Kapitallebensversicherung
Durchschnittlich erzielt man mit einer Kapitallebensversicherung eine Jahresrendite von ca. 7-8 Prozent, wobei man zudem berücksichtigen muss, dass man unter Umständen noch steuerliche Vorteile in Anspruch nehmen kann. Wurde die Kapitallebensversicherung vor dem 01.01.2005 abgeschlossen, so können die Beiträge auch weiterhin als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Nach dem 01. Januar 2005 abgeschlossene Versicherungsverträge beinhalten diese Möglichkeit jedoch nicht mehr. Dennoch sind auch hier die Erträge nur zur Hälfte zu versteuern, falls die Laufzeit der Versicherung mindestens 12 Jahre beträgt und die Fälligkeit nicht vor Vollendung des 60. Lebensjahres des Versicherten liegt. Eine vorzeitige Verfügung des angesammelten Kapitals ist zwar möglich, der Kunde erhält dann allerdings nur den so bezeichneten Rückkaufwert, der zum Teil deutlich unter dem Wert liegt, den der Kunde bereits eingezahlt hat. Ist die Versicherung bis zum Verfügungszeitpunkt noch keine zwölf Jahre gelaufen, fallen zudem die steuerlichen Vergünstigungen weg. Falls man dennoch dringend Kapital benötigt, besteht eine gute Alternative darin, die Lebensversicherung zu beleihen und dafür ein Darlehen aufzunehmen. Insgesamt betrachtet ist die Kapitallebensversicherung also ein sehr vielseitiges Produkt, dass sicherlich auch im Rahmen der privaten Altersvorsorge mit den Angeboten aus dem Bankenbereich durchaus eine gute Alternative darstellt.